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:: Forschungsziele fokussiert

Als Forschungsvereinigung der Asphaltindustrie initiiert das Deutsche Asphaltinstitut (DAI) e.V. Forschungsprojekte für die vorwiegend mittelständisch geprägte Asphaltindustrie. Das DAI begleitet diese Vorhaben fachlich und wissenschaftlich und sorgt auch für deren Finanzierung. Dazu arbeitet das DAI eng mit der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) in Köln zusammen.

Der Wissenschaftliche Beirat und der Vorstand des DAI haben nach intensiven Diskussionen aktuelle Themen ausgemacht und in einer Liste zusammengefasst, denen sich die Asphaltindustrie verstärkt widmen will und muss. Mit der Bearbeitung und Klärung dieser Fragestellung soll sichergestellt werden, dass die Asphaltbauweise auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird. Weiter ist es vorrangiges Ziel, das Herstellen und das Einbauen von Asphalt qualitativ sicherer und wirtschaftlich effektiver zu machen. Diese ausgemachten Forschungsfelder will das DAI verstärkt unterstützen und voranbringen.

Besondere aktuelle Forschungspriorität sieht das DAI bei folgenden Fragen:

  • Temperaturabsenkung (Gussasphalte und Walzasphalte) über das bisher erreichte Maß hinaus mit dem Ziel von Einbautemperaturen für Gussasphalte von unter 200°C und für Walzasphalte von unter 100°C,
  • Emissionsfreie bzw. -arme Labor- und Untersuchungsverfahren (wie beispielsweise die Substitution von Trichlorethen im Asphaltlabor),
  • Lärmschutz innerorts,
  • Bestimmungsverfahren für Art und Menge von Bitumenmodifizierung,
  • Kaltbauweisen als Alternative zu Heißbauweisen sowie
  • die Erarbeitung neuer (technischer) Asphaltkonzepte im innerörtlichen Bereich.

Insgesamt umfasst die Aufstellung über 35 Themen, die im Folgenden abgedruckt sind. Alle gemeinnützigen Forschungsstellen sind ausdrücklich aufgefordert, Vorschläge für Forschungsvorhaben an die DAI-Geschäftsstelle zu senden. Der Umfang einer ersten Projektskizze sollte maximal 5 Seiten betragen. Schicken Sie Ihre Vorschläge an dai@asphalt.de!

1. Gesundheits- und Arbeitsschutz - an der Mischanlage und beim Einbau

  • Neubewertung der Dämpfe und Aerosole von Bitumen bei der Heißverarbeitung,
  • Luftgrenzwerte am Arbeitsplatz (Gussasphalt, Walzasphalt),
  • Temperaturabsenkung (Gussasphalte, Walzasphalte) über das bisher mögliche Maß hinaus,
  • Emissionsminderung (z.B. Benzol, Geruch) der Asphaltmischanlagen sowie
  • Emissionsfreie bzw. -arme Labor- und Untersuchungsverfahren, z.B. Substitution von Trichlorethen im Asphaltlabor.

 

2. Umweltschutz

  • Lärmschutz innerorts,

  • Lärmschutz außerorts,

  • Zugaberaten von Asphaltgranulat (dabei auch Verwertung modifizierter, temperaturabgesenkter oder gummimodifizierter Asphalte) sowie

  • (Dauerhaft) Wasserdurchlässige Asphalte.

3. Neue Entwicklungen

  • Griffigkeitsmessungen und -prognose,

  • Gezielte Herstellung Schichtenverbund,

  • Auswirkungen der neuen europäischen Prüfverfahren (neue Bewertungshintergründe),

  • Auswirkungen der zukünftigen europäischen Regelung zur Güteüberwachung,

  • Vergleich europäischer Modelle zur Güteüberwachung,

  • Vergleich (mehrerer) europäischer Bauweisen bei vergleichbaren Verkehrsbelastungen und Klimabedingungen,

  • Messung und Bewertung von Gebrauchseigenschaften (Wärmestandfestigkeit, Kälteverhalten, Ermüdungsverhalten, Schichtenverbund),

  • Bemessung (Dimensionierungsberechnung zur einheitlichen Bewertung/Beurteilung unterschiedlicher Bauweisen und Schichten im Gesamtaufbau) einschl. Strukturanalyse (Restwert) und Standfestigkeitsprognose/Tieftemperaturverhalten,

  • Pavement Management (Substanzanalyse, Prognose und finanzielle Kalkulation) und

  • Kaltbauweisen (als Alternative zu Heißbauweisen).

4. Ökonomie

  • Whole Life Cost / Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und

  • schnelle/langlebige (Erhaltungs-)Bau-Maßnahmen zur Folgekostenminimierung (bspw. Stau-, Unfallkosten, etc.) .

5. Erschließung neuer Märkte

Asphalt in Sonderanwendungen

  • Standfeste Beläge für Sonderflächen,

  • Deponieabdichtungen,

  • Kreisverkehre und

  • Neue/bessere Brückenbeläge.

Ländliche Wege und Flächen (land- und forstwirtschaftliche Wege und Flächen, etc.)

  • Silier- und Kompostierflächen,

  • Erhaltung ländlicher Wege und Flächen sowie Stallflächen.

Asphalt im kommunalen Bereich

  • Erarbeitung neuer (technischer) Asphaltkonzepte im innerörtlichen Bereich,

  • Pavement Management (Substanzanalyse, Prognose und finanzielle Kalkulation),

  • Auswahl und Entwicklung von (neuen) Erhaltungsbauweisen für den kommunalen Straßenbau,

  • Gestalten mit und Komfort durch Asphaltbauweisen sowie

  • Organisationsschema von Asphaltarbeiten in Kommunen (Welche Randbedingungen sind zu beachten, Informationen an den Nutzer etc.).

6. Bitumen / Bitumenqualität

  • Eigenschaften und Prüfungen (Bedeutung der bisher gebräuchlichen Bitumenkennwerte für die Eigenschaften des Asphaltes; welche weiteren Kenngrößen brauchen wir zukünftig?),

  • Qualitätsanforderungen/Kontrolle (Gleichmäßigkeit der Produktion),

  • Modifikationen (qualitative/quantitative Nachweisverfahren),

  • Bestimmungsverfahren für Art und Menge von Bitumenmodifizierung (PmB, Gummi, usw.) (Vertrag / Kontrollprüfung) sowie

  • Affinität (Adhäsion, Kohäsion, Wechselwirkung Bindemittel Gestein).